Sie planen den Bau einer neuen Kfz-Werkstatt oder einer neuen Ausstellungshalle?

Wir geben Ihnen auf dieser Website Tipps für die Planung: Worüber sollten Sie als Bauherr zunächst nachdenken, bevor Sie Ihr Bauprojekt starten? Und woran sollten Sie denken, wenn Sie bereits in die Planungsphase für einen Neubau oder für die Betriebserweiterung eingestiegen sind? Sieben Tipps:

1. Die Planung beginnt mit der Strategie:

Der Bau einer neuen Werkstatt ist für Kfz-Werkstätten und Autohäuser immer ein entscheidender Schritt in die Zukunft. Wie soll Ihre betriebliche Zukunft aussehen? Wollen Sie Wachstumschancen nutzen? Wollen Sie künftig weitere Fabrikate verkaufen und den Service für weitere Marken anbieten? Werden Sie mit dem Neubau interessanter und können Sie so neue Zielgruppen ansprechen und zusätzliche Kunden gewinnen?

2. Der Standort als Erfolgsfaktor:

Egal, ob Sie Ihren Betrieb am jetzigen Standort erweitern oder ob Sie einen Neubau an anderer Stelle planen. Jetzt ist der Moment zu überlegen, ob der Standort auch langfristig für Ihren Betrieb attraktiv ist. Passen Ihre Zielüberlegungen aus Punkt 1 zu diesem Standort? Müssen Sie große Kompromisse eingehen, um den Neubau auf das jetzige Grundstück anzupassen? Klar ist: Auf der „grünen“ Wiese zu bauen ist auf den ersten Blick teurer, aber Sie haben dort meist viel mehr Möglichkeiten, um einen optimalen Bau zu planen.

3. Die Marke gibt die Planung vor:

Wenn Sie als Markenhändler an ein Fabrikat gebunden sind, dann müssen Sie sich oftmals an recht enge Vorgaben Ihres Lieferanten halten. Die Automarke bestimmt die Außengestaltung Ihrer Gebäude, nimmt Einfluss auf die Präsentation der Fahrzeuge und des Servicebereiches im Inneren der neuen Ausstellungshalle und der neuen Werkstatt.

4. Analysieren Sie Ihren Bedarf:

Welche Anforderungen stellen Sie als Bauherr an die neue Werkstatt? Wie viele Fahrzeuge wollen Sie präsentieren? Wie viele Autos wollen Sie reparieren? Wie viele Teile und wie viele Winterräder müssen Sie lagern? Wollen Sie einen attraktiven Shop einrichten? Wie viele Service- und Verkaufsberater benötigen einen funktionellen und gleichzeitig repräsentativen Arbeitsplatz? Wollen Sie zusätzliche Büroflächen und Sozialräume schaffen? Benötigen Sie überdachte Bereiche außerhalb der Werkstatt? Soll eine Waschstraße oder ein Waschcenter gleich mit gebaut werden? Planen Sie mit Reserven – wie wird sich der Bedarf zukünftig entwickeln? Denken Sie an die Schnittstellen für spätere Erweiterungen, auch wenn Sie heute glauben, niemals größer bauen zu wollen.

5. Abgucken verbessert den Plan:

Wenn Sie die ersten vier Fragen bearbeitet haben, dann werden die Vorstellungen über die neue Werkstatt schon viel konkreter. Jetzt ist es hilfreich, sich bei Kollegen umzusehen, die in den letzten Jahren gebaut haben. Besichtigen Sie Betriebe und fragen Sie die Inhaber nach ihren Erfahrungen. Sprechen Sie mit Bauunternehmen und fragen Sie nach Referenzen, die Sie in Augenschein nehmen können. Vor Ort bekommen Sie viele Tipps, die für Ihre eigene Planung sehr hilfreich sein werden.

6. Optimieren Sie Abläufe:

Ein Neubau bietet die Chance, Betriebsabläufe zu überdenken, zu optimieren, damit die Effektivität zu steigern und die Kosten zu senken. Ein Beispiel: Jeder unnötige Meter, den ein Mitarbeiter zwischen Hebebühne und Ersatzteillager zurücklegen muss, kommt täglich mehrfach in die Kostenrechnung – Tag für Tag und Jahr für Jahr. Suchen Sie bei der Planung nach diesen Optimierungsmöglichkeiten.

7. Planen Sie mit Praktikern:

Eine solide Planung ist die Voraussetzung dafür, dass Ihr Bauprojekt praxisgerecht konzipiert wird und von den Kosten her nicht aus dem Ruder läuft. Das Budget muss auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht passen. Gehen Sie in die weitere Planung mit fachkundigen und praxiserfahrenen Beratern. Nutzen Sie die Erfahrung von Fachleuten, Handwerkskammern, Planern von Hallenbaufirmen, die bereits Kfz-Werkstätten und Autohäuser gebaut haben und von entsprechenden Architekten. Die gute Planung verhindert Kostensteigerungen, die das Projekt später belasten und Fehler, die nachher nur sehr aufwändig wieder auszugleichen sind.

Autoren:

Diese Tipps haben die Berater des Hallenbauspezialisten E.L.F Hallenbau in Holzminden zusammengestellt. Das Unternehmen hat seit 2002 mehr als 4.000 Hallenprojekte geplant und realisiert, darunter zahlreiche Werkstatt- und Ausstellungshallen für Kfz-Betriebe. Die Stahlhallen produziert das Unternehmen mit 100 Mitarbeitern im eigenen Werk in Holzminden. Für die Beratung der Bauherren und die Betreuung der Bauprojekte vor Ort sorgen bundesweit elf erfahrene Außendienstmitarbeiter.
 
» Referenzen finden Sie hier
 

Allgemeine Hallen- und Werkstattbau-Tipps für Handwerksbetriebe:

Foto: Kai Rathing

Kai Rathing, Prokurist bei E.L.F, beschreibt die wichtigsten Ansprüche, die Handwerksbetriebe an die neue Werkstatt stellen:

„Gerade für Kfz-Betriebe ist die Planung einer neuen Halle anspruchsvoll. Das Arbeitsspektrum im Handwerk ist oft vielfältig, dadurch sind auch die Ansprüche an die Werkstatt sehr unterschiedlich. Wichtig sind eine ständerfreie, freitragende Bauweise, um in der Werkstatt flexibel arbeiten zu können.

Hohe Tore sind ebenso wichtig wie viel Tageslicht durch integrierte Lichtfirste. Eine große Traufhöhe ermöglicht mehrstöckige Teile- und Ersatzteillager in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz in der Werkstatt. Wer mit schweren Teilen wie Baugruppen, Motoren oder Stahlträgern hantiert, benötigt eine optimale Lösung für den Einbau einer Kranbahn.

Das Hallenkonzept sollte kurze Wege zwischen Büro, Shop, Kundentheke, Werkstatt und Ersatzteilbereich ermöglichen. Unsere Ingenieure bei E.L.F kennen diese Projekte aus zahlreichen Werkstatthallen, beispielsweise für Kfz-Werkstätten, Nutzfahrzeugwerkstätten und Landmaschinenbetriebe, Metallbau, Elektro, Heizungs- und Sanitär-Handwerk. Nutzen Sie diesen Erfahrungsschatz für die Planung Ihrer neuen Werkstatt.

Ein Tipp zum Schluss: E.L.F-Hallen sind zukunftssicher. Steigt später der Lagerbedarf oder wird eine Nutzungsänderung, beispielsweise bei einer Vermietung, nötig, dann können E.L.F-Hallen nachträglich verlängert und durch beidseitige Anschleppungen ergänzt werden. Ebenso können bis zu fünf Meter weit herausragende, freitragende Vordächer eingeplant werden.“